Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Der Besuch unserer Museen und Ausstellungen ist nur für nachweislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Selbsttests dürfen wir nicht anerkennen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweislich regulär zweimal pro Woche in der Schule getestet werden.

Besucher:innen die das 16. Lebensjahr vollendet haben, bitten wir ihre Identität mittels eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises nachzuweisen.

Die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung, sowie zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt.

Wir empfehlen Ihnen, zu anderen Besucher:innenn und Museumsmitarbeiter:innen weiterhin einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht mehr.

Bitte befolgen Sie weiterhin die bekannten, vor Ort nochmals ausgeschilderten Hygienevorschriften.

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Der erste Pottwal-Schädel in Groß Pampau!

Im Spätsommer 2017 wurde ein weiterer Bereich für den Tonabbau freigeschoben und vorbereitet. Ein Entwässerungsgraben wurde angelegt. Der Abraum aus dieser Maßnahme wurde neben der Tongrube gelagert. 

Bei einer unserer Begehungen hob Martin Kupsch auf dieser Abraumhalde ein vermeintliches und komisch geformtes Stück "Bauschutt" auf - Aufgrund einer Wölbung konnte das sicher kein Gasbeton sein!  Schnell wurde klar: Dies ist ein Schädelteil! Nur von was und woher?

Die darauffolgende fieberhafte Suche brachte bald Erfolg: In der Wand des Grabens konnten weitere Knochenstücke entdeckt werden. Beim Ausheben des Entwässerungsgrabens traf der Bagger Knochen, die sehr oberflächennah im Ton gelegen haben. Eiszeitliches Schmelz- und heutiges Oberflächenwasser konnte über lange Zeit in die Knochen eindringen. Aufgrund der Lagerung waren die Fragmente zunächst nicht als Knochen erkennbar. Weisslich überkrustet hatten diese eher das Aussehen von Gasbeton.  

Die Bergung erfolgte in größeren Blöcken.  Zunächst war nur klar, dass es kein Hirnschädel eines Bartenwales sein konnte, denn es gab eigentümliche Kanäle und keine Schädelsymmetrie. Assymetrie im Schädelbau ist untrüglich ein Zeichen für Zahnwalschädel. Ein Pottwal!

Aufgrund eines Besuchs von Wissenschaftlern aus Belgien und den Niederlanden lässt sich der Schädel sehr vorsichtig der Gattung Physeterula zuordnen - ähnliche Schädelreste sind aus dem Miozän von Antwerpen bekannt geworden. 

Die wissenschaftliche Bearbeitung steht noch aus. Der Fund kann noch nicht öffentlich gezeigt werden.

KEIN Bauschutt! Dies sind die ersten Knochteile aus der Abraumhalde.

Suchspiel: Wo sind die Knochen? :) Schweflig-gelb bis weiss verkrustet liegt das Band mit den Schädelteilen in der Wand.
 

Das Knochenfieber ist ausgebrochen! Hier muss mehr sein! Am Ende stellt sich zunächst heraus: Es bleibt bei den Schädelresten.

Blockbergung: alles, was hell  aussieht, sind Knochenreste. Dieser Block hat ca. 60 cm Länge.

Knochen vom Ton befreit: schon fast ein Fall für die Mineralienfreunde!

Präsentation des Schädels im Juli 2018 in der Tongrube