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Ein neuer Bartenwal! (2013) 

Seit 2012 wurde großflächig und auch in größerer Tiefe Ton abgebaut. Im Oktober 2013 konnte Andreas Malchow abermals einen Knochensplitter aufsammeln. Dieser lag auf einer Rampe in einen tieferen Abbaubereich. Die Rampe wurde im Rahmen vieler Begehungen des Grabungsteams immer wieder genutzt, doch es musste erst der Bagger erneut hinabfahren.  Hervorgeholt hat den Knochensplitter somit die Kette des Baggers, denn diese kratzte an einem Wirbelknochen. Dieser kleine Knochensplitter von vielleicht 5 x 2 cm führte zur Entdeckung des bisher größten fossilen Wales in Groß Pampau. Ein Bartenwal, der zu Lebzeiten wohl 15 m lang gewesen ist. Neben Rippen und Wirbeln in größeren Knochenhaufen konnten auch Teile eines Unterkiefers geborgen werden. Der Hirnschädel als größter und schwerster Knochen wurde bisher nicht lokalisiert. Auch heute kann beobachtet werden, dass der Schädelknochen bei verendeten Walen aus dem auf dem Wasser treibenden Kadaver herausfällt und separat auf dem Meeresboden aufkommt.

 Wir hoffen, dass die fortschreitenden Abbautätigkeiten eines Tages den Schädel freilegen. Der Fund kann noch nicht öffentlich gezeigt werden.

Knochenmikado!  Hier liegt alles neben- und übereinander

Zwei perfekt erhaltene Wirbelknochen aus dem hinteren Abschnitt der Wirbelsäule (Caudalbereich)

Anstrengende Suche nach dem Schädelknochen: Bald hilft nur noch schweres Gerät!

Der Bagger schürft unter strenger Beobachtung :) den Ton in 5 cm Schichten mit der Schaufel ab.

 

Der für die Bestimmung auch wichtige erste  Halswirbel (Atlas) taucht auf!

Ein großer Wirbelknochen von ca. 30 cm Durchmesser

"Tätowierkunst"! Besser gesagt, hier haben Haie am Knochen genagt und mit deren Zähnen Spuren hinterlassen. Sonderbar ist, dass trotz dieser Spuren extrem wenig Haizähne gefunden wurden.


Präsentation des fossilen Wales in Groß Pampau