Exkursionen

Der FNU veranstaltet Busexkursionen, bei denen wir Natur und Kultur, Museumsbesuch und Wanderung verbinden.

 

Auch eine schöne Kirche und andere sehenswerte Gebäude am Weg lassen wir nicht aus. Wissenswertes über die besuchte Region wird kompetent vermittelt, häufig durch ortsansässige Fremdenführer.

 

Die Busexkursionen sind öffentlich, Mitglieder des FNU können sich eine Woche vor dem offiziellen Termin anmelden und genießen Vergünstigungen beim Teilnehmerbeitrag. Die Anmeldungen zu den Exkursionen werden vom Museum für Natur und Umwelt entgegen genommen.

 

Alle Informationen über aktuelle Veranstaltungen erhalten Sie unter FNU-Termine.

 

An dieser Stelle befinden sich die Berichte über die letzten zwei Exkursionen. Berichte über zurückliegende Exkursionen finden Sie unter dem Menüpunkt Archiv - Exkursionen.

 

 

Samstag, 11.September 2016

Busexkursion „Mölln – auf den Spuren von Mittelalter und Eiszeit“

 

Ein strahlender Himmel empfing die Busgesellschaft auf dem Möllner Mühlenplatz. Die beiden Organisatorinnen, Frau Eckloff und Frau Klitzing, hatten wieder ein gemischtes Programm vorbereitet, in dem Kultur und Natur gleichermaßen zu Wort kommen sollten.

Über den Till-Eulenspiegel-Gang gelangten wir auf den historischen Marktplatz, wo uns ein Herr in bemerkenswertem Kostüm empfing – in blauer Samtjoppe mit gelben Streifen in den Ärmeln und gelber Hose, ledernen Schnabelschuhen und Spazierstock, dazu behangen mit Würdenzeichen und einer bemerkenswerten großen Ledertasche. „Seid willkommen, ihr Leute, ich bin Herzog Albrecht der Vierte von Sachsen-Lauenburg, auch genannt.,der Gute‘!“ stellte er sich vor. Die Überraschung war gelungen und wir waren unvermittelt nicht nur Teilnehmer einer historischen Stadtführung, sondern auch gleich eingebunden in ein mittelalterliches Ritual. Dazu wurden einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Seiner Hoheit mit Charme auserkoren, bestimmte Rollen zu übernehmen, wozu sich die große Tasche als unerschöpflicher Fundus der köstlichsten Requisiten erwies. Dermaßen bunt gekleidet zogen wir los – aber in hübscher standesgemäßer Ordnung: voran Seine Hoheit, an einer Seite der Stadtvogt, auf der anderen die Gemahlin und die Mutter, dahinter Zofen, Beginen, Pfarrer und Ritter und Henker. Allein der Narr mit seiner Schellenkappe hatte, wesensgemäß, die Freiheit zu bleiben, wo er wollte. Unser Treiben blieb natürlich nicht den Bürgern verborgen, zumal wir immer dann, wenn Seine Hoheit, Herzog Albrecht der Gute, seinen Namen nannte, mit einem dreifachen „Hurra!“ zu reagieren hatten…

Herzog Albrecht der Gute, hinter dem sich der Schauspieler und Kammerkomiker Detlev Romay verbarg, führte uns nach originellem Gebet zu Tills Grab an der Kirche, um die Kirche herum und zum Stadthauptmannshof und erzählte in launiger Art die Geschichte seines Geschlechts um 1300-1343, wo er dann auch starb und in St. Nicolai beigesetzt wurde. Zum Abschied inszenierte er mit seiner kostümierten Familie zum improvisierten Gesang der Gruppe einen historischen Volkstanz, was auch zu seiner Überraschung recht gut gelang.

Nach dem köstlichen Mittagessen in Kostas griechischem Restaurant auf dem Möllner Marktplatz wanderten wir über den Mühlenplatz und die Feldbäckerei zum Grundlosen Kolk, wo das Eintauchen in das zweite Tagesthema begann, die faszinierende Entstehungsgeschichte der Möllner Seen in der letzten Eiszeit. Wolfram Eckloff appellierte an die Phantasie der Gäste, sich die gewaltige Eisbedeckung vorzustellen und darunter den Gletscherstrom, der die Möllner Rinnenseen schuf. Dazu wanderten wir um den Schmalsee mit seinen über 30 Meter hohen Böschungen und versuchten uns das schließliche Zusammenbrechen des Gletschertunnels vorzustellen, was riesige Toteisblöcke erzeugte, auf welche die Stadtseen zurückgeführt werden. Heute, nach nunmehr 12000 Jahren, erfreuen wir uns einer vielfältigen Moränenlandschaft mit zahlreichen Seen und Wäldern, die den Naturpark Lauenburgische Seen so attraktiv machen.

Ein entspannendes Kaffeetrinken im Waldhallencafé Uhlenkolk rundete den Tag ab, ehe der Bus am späten Nachmittag wieder nach Lübeck aufbrach.

 

Wolfram Eckloff

 

Herzog Albrecht der Gute, hurra, hurra, hurra!

 

Herzog Albrecht und sein Gefolge

 

Am Schmalsee

 

Blick auf die Brücke zwischen Schmalsee und Lütauer See

 

 

 

Samstag, 12. September 2015

Busexkursion „ Das Wattenmeer – einzigartige Landschaft“

 

Der Morgen meinte es wieder einmal gut mit uns, als wir um 8.00 Uhr pünktlich vor dem Museum im Bus saßen und mit unserem bewährten Herrn Wiegmann zur Westküste starteten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Eckloff  war gut Zeit für viele ungestörte Gespräche

Die Fahrt führte über Bad Segeberg, Neumünster und Heide nach Tönning, wo das Multimar Wattforum, das Nationalpark-Zentrum des schleswig-holsteinischen Wattenmeeres, unser erstes Ziel war. Das schleswig-holsteinische Wattenmeer wurde 1985 zum Nationalpark erklärt. Hier leben mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten in einem der produktivsten Lebensräume der Welt. Das Haus beschreibt in zahlreichen Tafeln die Besonderheiten der verschiedenen Land- und Wasserbiotope und zeigt in zahlreichen Aquarien eine unglaubliche Fülle der kleinen und großen Bewohner: Fische, Krebse, Stachelhäuter, Nesseltiere in lebensraumtypischen Becken und in einem großen Wattenmeermodell mit Gezeitenwechsel. Besonders reich präsentiert sich auch die  Vogelwelt – ist doch das Wattenmeer obligatorische Rast- und Tankstation für Tausende von Zugvögeln.  Ein eigener Saal ist den Walen gewidmet, wo ein Pottwal als Halbseitenmodell mit echtem Skelett zu bewundern ist.

 

Nach zweistündiger selbständiger Erkundung des Multimar ging es zum Mittagessen in den Kirchspielkrug Westerhever, wo auch Gelegenheit war, in der nahe gelegenen alten Kirche einen schwebenden Engel zu besichtigen.

Die Weiterfahrt führte dann bis zum Infozentrum vor dem Deich. Hier begann eine Wanderung von etwa einer Stunde durch die Salzwiesen zur Schutzstation Wattenmeer am Leuchtturm Westerhever. Um die Besonderheiten der Salzwiesenpflanzen zu studieren, boten uns die beiden dortigen Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr, Bianca und Moritz, eine exzellente  Führung, in der ihre Begeisterung für ihren Einsatz zu spüren war. Im Zentrum standen die Methoden, wie die Salzwiesenpflanzen mit dem Salzwasser fertig werden.

Die Rückwanderung führte über einen schmalen Pfad durch unbeweidete Salzwiesen und über Priele hinweg. Am Bus erwartete alle eine köstliche Mahlzeit mit Butter- und Streuselkuchen, der bereits im Bus mitgefahren war, außerdem Kaffee und Wasser vom Busfahrer.

Auf der Rückfahrt galt es, noch einmal die Stationen der nacheiszeitlichen Landschaftsentwicklung Schleswig-Holsteins zu rekapitulieren – mit viel Spaß von allen gesungen in den Texten des Großen Moorlieds von Prof. Fritz Overbeck, erläutert und auf der Gitarre begleitet von

 

Wolfram Eckloff

 

 

Im Multimar Wattforum

 

Wanderung durch die Salzwiesen

 

Schutzstation Wattenmeer am Leuchtturm Westerhever

 

Grasnelke in der Salzwiese

 

 

 

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