Exkursionen

Der FNU veranstaltet Busexkursionen, bei denen wir Natur und Kultur, Museumsbesuch und Wanderung verbinden.

 

Auch eine schöne Kirche und andere sehenswerte Gebäude am Weg lassen wir nicht aus. Wissenswertes über die besuchte Region wird kompetent vermittelt, häufig durch ortsansässige Fremdenführer.

 

Nachdem von 2000 bis 2016 fast vierzig Exkursionen durchgeführt wurden, finden vorläufig keine Exkursionen mehr statt.

 

An dieser Stelle befinden sich die Berichte über die letzten zwei Exkursionen. Berichte über zurückliegende Exkursionen finden Sie unter dem Menüpunkt Archiv - Exkursionen.

 

 

Samstag, 24. September 2016

Busexkursion „Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten und Kranichzug im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft“

 

Es war wie schon so oft: das Grüppchen vor dem Museum vergrößerte sich ab 7.30 Uhr zusehends mit bekannten und einigen unbekannten Gesichtern, dann kam der Bus mit unserem bewährten Herrn Wiegmann und auch der obligatorische Toilettengang ins Museum fand wie immer statt. Dann, pünktlich um 8.00 Uhr, ging es los Richtung Osten. Frau Eckloff begrüßte die Teilnehmer und erläuterte Details der Fahrt vor allem für die Gruppe derjenigen, die noch nie solch eine FNU-Exkursion mitgemacht hatten. Die Fahrt führte über die A20 vorbei an Wismar und Rostock nach Ribnitz-Damgarten, denn das Bernsteinmuseum sollte unser erstes Ziel sein. Um den großen Berg an Informationen, der uns dort erwartete, schon ein wenig abzutragen, gab Herr Eckloff schon im Bus eine Einführung über die zeitliche und räumliche Herkunft des Bernsteins.

Unsere Erwartungen ans Museum wurden nicht enttäuscht: Die vor 6 Jahren vollständig modernisierte und erweiterte Ausstellung im ehemaligen Klarissenkloster begeisterte, insbesondere durch die Erläuterungen von Henning Schröder, der als Bernsteindrechselmeister uns sehr detaillierte theoretische und praktische Einblicke nicht nur in die Bernsteinverarbeitung, sondern auch in die Kulturgeschichte und die Gewinnung dieses fossilen Harzes gab.

Nach der 1,5stündigen Führung  ging es um 12.30 Uhr weiter mit dem Bus nach Barhöft an die NO-Spitze des Darß, wo uns im Restaurant Seeblick ein leckeres Mittagessen erwartete.

Als wir dort versammelt warteten, nutzte die Vorsitzende unseres Vereins, Frau Christel Ahlf-Christiani, die Gelegenheit, um den Organisatorinnen dieses Ausflugs, Frau Dorothea Eckloff und Frau Barbara Klitzing, im Namen des FNU herzlich zu danken für die Vorbereitung und Organisation der Fahrt. Mit einem Buchpräsent würdigte sie vor allem das 18-jährige Engagement der beiden, die insgesamt 40 teils mehrtägige Exkursionen organisiert hatten und mit dieser Fahrt ihre Tätigkeit beenden würden. Die Teilnehmenden dankten den beiden durch kräftigen Applaus.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Kranichs:Um 15.30 Uhr erreichten wir das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, wo uns die Rangerin Mareen Pascall eine Einführung in die Biologie des Kranichs gab und dazu einen 20-minütigen Film über diese „Vögel des Glücks“ vorführte. Anschließend ging es in das Kranorama bei Günz. Dort konnten wir von diesem beeindruckenden Beobachtungshaus aus die Tiere in kleinen und großen Gruppen auf den Feuchtwiesen mit unseren Ferngläsern und zwei Spektiven der Ranger beobachten. Durch Ablenkfütterung werden die Kraniche von den entfernteren landwirtschaftlichen Feldern hierher gelockt und sind in ihrem Verhalten gut zu beobachten.

Um 17 Uhr brachte uns der Bus schließlich zum letzten und beeindruckendsten Programmpunkt: Von der Beobachtungshütte hinter Bisdorf  konnten wir den Einflug der Kraniche in das Flachwasser des Boddens vor Pramort (wo zu unserer Überraschung auch einige Hirsche herumliefen) und dem Großen Werder beobachten. Zahlreiche Kranichgruppen flogen in ihren charakteristischen Pfeilen laut rufend über uns hinweg – man konnte sogar die hellen Stimmen der Jungvögel aus dem lauten Trompeten der Altvögel heraushören.  Mit ihrem unerwartet frühen Erscheinen an diesem Tag machten die „Vögel des Glücks“ uns besonders glücklich, denn wir mussten rechtzeitig um 19.30 Uhr wieder am Bus sein, um die Rückfahrt nach Lübeck anzutreten. Voller Erlebnisse, entspannt und dankbar genossen wir die ruhige Heimfahrt.

 

 Wolfram Eckloff

 

 

Vor einem Bild des Bersteinzimmers

 

Beobachtung der Kraniche im Kanorama bei Günz

 

Auf dem Weg zum Beoachtungsstand in Bisdorf

 

Anflug der Kaniche zum Schlafplatz im Bodden

 

 

 

Samstag, 11.September 2016

Busexkursion „Mölln – auf den Spuren von Mittelalter und Eiszeit“

 

Ein strahlender Himmel empfing die Busgesellschaft auf dem Möllner Mühlenplatz. Die beiden Organisatorinnen, Frau Eckloff und Frau Klitzing, hatten wieder ein gemischtes Programm vorbereitet, in dem Kultur und Natur gleichermaßen zu Wort kommen sollten.

Über den Till-Eulenspiegel-Gang gelangten wir auf den historischen Marktplatz, wo uns ein Herr in bemerkenswertem Kostüm empfing – in blauer Samtjoppe mit gelben Streifen in den Ärmeln und gelber Hose, ledernen Schnabelschuhen und Spazierstock, dazu behangen mit Würdenzeichen und einer bemerkenswerten großen Ledertasche. „Seid willkommen, ihr Leute, ich bin Herzog Albrecht der Vierte von Sachsen-Lauenburg, auch genannt.,der Gute‘!“ stellte er sich vor. Die Überraschung war gelungen und wir waren unvermittelt nicht nur Teilnehmer einer historischen Stadtführung, sondern auch gleich eingebunden in ein mittelalterliches Ritual. Dazu wurden einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Seiner Hoheit mit Charme auserkoren, bestimmte Rollen zu übernehmen, wozu sich die große Tasche als unerschöpflicher Fundus der köstlichsten Requisiten erwies. Dermaßen bunt gekleidet zogen wir los – aber in hübscher standesgemäßer Ordnung: voran Seine Hoheit, an einer Seite der Stadtvogt, auf der anderen die Gemahlin und die Mutter, dahinter Zofen, Beginen, Pfarrer und Ritter und Henker. Allein der Narr mit seiner Schellenkappe hatte, wesensgemäß, die Freiheit zu bleiben, wo er wollte. Unser Treiben blieb natürlich nicht den Bürgern verborgen, zumal wir immer dann, wenn Seine Hoheit, Herzog Albrecht der Gute, seinen Namen nannte, mit einem dreifachen „Hurra!“ zu reagieren hatten…

Herzog Albrecht der Gute, hinter dem sich der Schauspieler und Kammerkomiker Detlev Romay verbarg, führte uns nach originellem Gebet zu Tills Grab an der Kirche, um die Kirche herum und zum Stadthauptmannshof und erzählte in launiger Art die Geschichte seines Geschlechts um 1300-1343, wo er dann auch starb und in St. Nicolai beigesetzt wurde. Zum Abschied inszenierte er mit seiner kostümierten Familie zum improvisierten Gesang der Gruppe einen historischen Volkstanz, was auch zu seiner Überraschung recht gut gelang.

Nach dem köstlichen Mittagessen in Kostas griechischem Restaurant auf dem Möllner Marktplatz wanderten wir über den Mühlenplatz und die Feldbäckerei zum Grundlosen Kolk, wo das Eintauchen in das zweite Tagesthema begann, die faszinierende Entstehungsgeschichte der Möllner Seen in der letzten Eiszeit. Wolfram Eckloff appellierte an die Phantasie der Gäste, sich die gewaltige Eisbedeckung vorzustellen und darunter den Gletscherstrom, der die Möllner Rinnenseen schuf. Dazu wanderten wir um den Schmalsee mit seinen über 30 Meter hohen Böschungen und versuchten uns das schließliche Zusammenbrechen des Gletschertunnels vorzustellen, was riesige Toteisblöcke erzeugte, auf welche die Stadtseen zurückgeführt werden. Heute, nach nunmehr 12000 Jahren, erfreuen wir uns einer vielfältigen Moränenlandschaft mit zahlreichen Seen und Wäldern, die den Naturpark Lauenburgische Seen so attraktiv machen.

Ein entspannendes Kaffeetrinken im Waldhallencafé Uhlenkolk rundete den Tag ab, ehe der Bus am späten Nachmittag wieder nach Lübeck aufbrach.

 

Wolfram Eckloff

 

Herzog Albrecht der Gute, hurra, hurra, hurra!

 

Herzog Albrecht und sein Gefolge

 

Am Schmalsee

 

Blick auf die Brücke zwischen Schmalsee und Lütauer See

 

 

 

 

 

 

Umweltbildungszentrum
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