Exkursionen

Der FNU veranstaltet Busexkursionen, bei denen wir Natur und Kultur, Museumsbesuch und Wanderung verbinden.

 

Auch eine schöne Kirche und andere sehenswerte Gebäude am Weg lassen wir nicht aus. Wissenswertes über die besuchte Region wird kompetent vermittelt, häufig durch ortsansässige Fremdenführer.

 

Die Busexkursionen sind öffentlich, Mitglieder des FNU können sich eine Woche vor dem offiziellen Termin anmelden und genießen Vergünstigungen beim Teilnehmerbeitrag. Die Anmeldungen zu den Exkursionen werden vom Museum für Natur und Umwelt entgegen genommen.

 

Alle Informationen über aktuelle Veranstaltungen erhalten Sie unter FNU-Termine.

 

An dieser Stelle befinden sich die Berichte über die letzten zwei Exkursionen. Berichte über zurückliegende Exkursionen finden Sie unter dem Menüpunkt Archiv - Exkursionen.

 

 

Samstag, 12. September 2015

Busexkursion „ Das Wattenmeer – einzigartige Landschaft“

 

Der Morgen meinte es wieder einmal gut mit uns, als wir um 8.00 Uhr pünktlich vor dem Museum im Bus saßen und mit unserem bewährten Herrn Wiegmann zur Westküste starteten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Eckloff  war gut Zeit für viele ungestörte Gespräche

Die Fahrt führte über Bad Segeberg, Neumünster und Heide nach Tönning, wo das Multimar Wattforum, das Nationalpark-Zentrum des schleswig-holsteinischen Wattenmeeres, unser erstes Ziel war. Das schleswig-holsteinische Wattenmeer wurde 1985 zum Nationalpark erklärt. Hier leben mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten in einem der produktivsten Lebensräume der Welt. Das Haus beschreibt in zahlreichen Tafeln die Besonderheiten der verschiedenen Land- und Wasserbiotope und zeigt in zahlreichen Aquarien eine unglaubliche Fülle der kleinen und großen Bewohner: Fische, Krebse, Stachelhäuter, Nesseltiere in lebensraumtypischen Becken und in einem großen Wattenmeermodell mit Gezeitenwechsel. Besonders reich präsentiert sich auch die  Vogelwelt – ist doch das Wattenmeer obligatorische Rast- und Tankstation für Tausende von Zugvögeln.  Ein eigener Saal ist den Walen gewidmet, wo ein Pottwal als Halbseitenmodell mit echtem Skelett zu bewundern ist.

 

Nach zweistündiger selbständiger Erkundung des Multimar ging es zum Mittagessen in den Kirchspielkrug Westerhever, wo auch Gelegenheit war, in der nahe gelegenen alten Kirche einen schwebenden Engel zu besichtigen.

Die Weiterfahrt führte dann bis zum Infozentrum vor dem Deich. Hier begann eine Wanderung von etwa einer Stunde durch die Salzwiesen zur Schutzstation Wattenmeer am Leuchtturm Westerhever. Um die Besonderheiten der Salzwiesenpflanzen zu studieren, boten uns die beiden dortigen Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr, Bianca und Moritz, eine exzellente  Führung, in der ihre Begeisterung für ihren Einsatz zu spüren war. Im Zentrum standen die Methoden, wie die Salzwiesenpflanzen mit dem Salzwasser fertig werden.

Die Rückwanderung führte über einen schmalen Pfad durch unbeweidete Salzwiesen und über Priele hinweg. Am Bus erwartete alle eine köstliche Mahlzeit mit Butter- und Streuselkuchen, der bereits im Bus mitgefahren war, außerdem Kaffee und Wasser vom Busfahrer.

Auf der Rückfahrt galt es, noch einmal die Stationen der nacheiszeitlichen Landschaftsentwicklung Schleswig-Holsteins zu rekapitulieren – mit viel Spaß von allen gesungen in den Texten des Großen Moorlieds von Prof. Fritz Overbeck, erläutert und auf der Gitarre begleitet von

 

Wolfram Eckloff

 

 

Im Multimar Wattforum

 

Wanderung durch die Salzwiesen

 

Schutzstation Wattenmeer am Leuchtturm Westerhever

 

Grasnelke in der Salzwiese

 

 

Samstag, 13.Juni 2015

Busexkursion „Im Land der Wenden – Rundlinge und Feuerlilien“

 

Die Busfahrt des FNU hatte am 13. Juni 2015 das Wendland zum Ziel. Der Wetterbericht hatte Regen und Gewitter angesagt. Auf der Fahrt verteilte Herr Eckloff ein Papier über die eigenartigen Ortsnamen des Wendlandes. Darauf hatte er echte Namen wie Waddeweitz und Meudelfitz mit erfundenen gemischt und stellte die nicht leichte Aufgabe, die falschen herauszufinden.

Die erste Station war das Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln. Mitten auf dem runden Dorfplatz mit Blick auf die Giebelseiten der Hallenhäuser des Dorfes begann die Führung, die uns sehr anschaulich die Geschichte des Wendlandes und die Besonderheiten der Rundlingsdörfer und ihre Entwicklung bis heute nahe brachte. Dabei erfuhren wir auch von der großen Feuersbrunst von 1850, die hier, wie auch in anderen Rundlingen, alle Häuser zerstörte. Durch staatlich-königliche Unterstützung und enorme Solidarität der Bevölkerung konnten jedoch alle Häuser in erstaunlich kurzer Frist wieder aufgebaut werden, wie es auf den Giebelbalken zu lesen ist. Im Museum ging es weiter: Wir lernten die Zwei-, Drei- und Vierständerhäuser zu unterscheiden, betrachteten die Einrichtung der Häuser und hörten vieles über das Leben in den Rundlingen.

Anschließend fuhren wir nach Satemin zum Mittagessen. Auch hier kündeten die Inschriften auf den großen Giebelbalken von verheerendem Feuer. Auf der Weiterfahrt machten wir in Schreyahn halt, um uns noch einmal an einem sehr gut erhaltenen Rundling zu erfreuen. Die Ornamente und Verzierungen um die Haustüren zeigten oft die Feuerlilien, die damals sicher zahlreich auf den Feldern wuchsen.

Unser nächstes Ziel war Govelin bei Metzingen, wo das Ehepaar Bergmann sich dem Erhalt der Feuerlilien verschrieben hat, der durch das Land Niedersachsen und die EU gefördert wird. Die Feuerlilien können nur bei extensiver Landwirtschaft ohne künstliche Düngung und Beregnung gedeihen, so wie es in alter Zeit üblich war. Daher wird heute auf den „Feuerlilienfeldern“ statt Hybridroggen Populationsroggen angebaut, der einen geringeren Ertrag bringt, aber für diese Bedingungen geeignet ist. Entlang der Felder ist ein Feuerlilienpfad angelegt, auf dem uns Herr Eckloff anhand von zwölf Informationstafeln Interessantes über die Kulturlandschaft des Hohen Drawehn erzählte. Nicht nur die Feuerlilie gedeiht auf diesen Feldern, sondern auch eine Vielzahl zum Teil sehr seltener Ackerwildkräuter. Da es dieses Jahr extrem wenig geregnet hatte, blühten die Feuerlilien auf dem ersten Feld, wo wir die Pflanzen in großer Zahl sahen, noch nicht. Aber auf einem anderen Feld konnten wir sie in voller Blüte bewundern, ein Exemplar sogar ganz dicht am Weg, so dass die Fotografen voll auf ihre Kosten kamen.

Zum Abschluss dieser Wanderung bei schönem Wetter wurden wir von Frau Bergmann mit leckerem, selbst gebackenem Kuchen bewirtet. Als wir gerade mit Kaffeetrinken fertig waren, wollte das Wetter doch noch zeigen, was es kann, und es goss ein Gewitter mit großen Wassermassen auf uns herab. Wir aber saßen wohl geborgen im großen Festzelt und freuten uns, dass unsere Exkursion wieder einmal vom Wettergott sehr freundlich begleitet worden war.

 

de

 

Führung in Lübeln

Ein Zweiständerhaus auf dem Museumsgelände

Feuerlilienverzierung um die Haustüre

Feuerlilie und Ackerwildkräuter im Roggenfeld

 

 

Umweltbildungszentrum
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